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Feuerwehr nimmt den Übungsbetrieb wieder auf - Übungen 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten alle Feuerwehren den Übungs- und Ausbildungsbetrieb einstellen. In den Einheiten sind Übungen unter Berücksichtigung der Hygieneregeln wieder möglich.

Anhausen. Die Kameraden der Feuerwehr Kirchspiel Anhausen absolvierten vergangene Woche die erste Übung seit Beginn der Corona-Beschränkungen im März. Um den weiter geltenden Hygieneregeln gerecht zu werden, wurde die Mannschaft in zwei Gruppen geteilt, die an unterschiedlichen Tagen das gleiche Übungsszenario probten. Als Übungsobjekt diente ein leerstehendes Einfamilienhaus in Anhausen. Die Einsatzkräfte wurden noch auf der Anfahrt zum Übungsobjekt durch den Übungsleiter über einen Küchenbrand informiert. Zudem wurde eine Person im Gebäude vermisst. Nach dem Eintreffen ging ein Angriffstrupp zur Personensuche in das Gebäude vor. Eine Nebelmaschine sorgte dabei für schlechte Sicht und erschwerte die Orientierung im Raum. Das Gebäude wurde von zwei Trupps durchsucht. Die vermisste Person, in Form einer Puppe, konnte durch die Einsatzkräfte gerettet werden. Zudem wurde das Feuer erfolgreich bekämpft. Imad Merghad, seit diesem Jahr stellvertretender Wehrführer in Anhausen, zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Kameraden. „Nach einer solch langen Zeit ohne Übungen ist es erstmal wichtig, dass die Kameraden wieder in den Übungsbetrieb reinkommen. Gelernte Abläufe, Handgriffe und viele andere Dinge müssen im Ernstfall sitzen und wie im Schlaf beherrscht werden. Übungen legen einen wichtigen Grundstein für einen erfolgreichen Einsatz“, so Merghad weiter. Gerade die Kommunikation der Angriffstrupps und der Atemschutzüberwachung habe sehr gut funktioniert. Die nächsten Übungen sind bereits in der Planung. Weiter fügt Imad Merghad hinzu: „Wir sind immer auf der Suche nach Menschen, die sich vorstellen können, aktiv bei uns mitzuwirken. Wer Lust auf ein Ehrenamt hat und sich für die Gemeinschaft einsetzen möchte, ist bei uns immer willkommen. In der Umkleide sind jedenfalls noch einige Spinde frei“, fügt er noch schmunzelnd hinzu. 

Weiter wurde Anfang Juli die technische Hilfeleistung geübt. Auch bei dieser Übung wurde die Mannschaft in zwei Gruppen geteilt. Bei der Übung lag der Fokus auf der Handhabung des technischen Geräts. Abläufe, wie das Aufbauen der Bereitstellungsplane oder die Absicherung einer Einsatzstelle, sollten im Einsatz reibungslos und schnell durchgeführt werden können. Für die Übungen wurden zwei PKWs zerschnitten. Die Kameraden entfernten Türen,  Fensterscheiben und die Dächer der Fahrzeuge. Bei einem Unfall sind die Fahrzeugkarossen häufig stark verformt, sodass ,vor der Befreiung von Personen, Fahrzeugteile entfernt werden müssen. Zudem sollten die eingeklemmten Personen schnell, jedoch äußerst vorsichtig auf dem Fahrzeug gerettet werden, um Folgeschäden zu verhindern. "Ein Patentrezept für die Unfallrettung gibt es nicht", so Volker Lemgen. "Jeder Unfall ist anders. Dementsprechend muss bei jeder Rettung der individuelle Gesundheitszustand des Patienten unter den Punkten der technischen Gegebenheiten im Vordergrund stehen." Das setzt eine enge Zusammenarbeit mit dem Notarzt und ein hohes Maß an technischem Verständnis voraus. Umso wichtiger, dass diese Abläufe immer wieder geübt werden.

      

Am 03. September wurde ein Löschangriff nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3 geübt. Hierbei gingen zwei Trupps mit C-Strahlrohren vor. Weiter wurde ein Standrohr zur Wasserentnahme gesetzt. Zudem übten die Kameraden das Ausleuchten von Einsatzstellen. 

                    

 

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